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Jane Visconti (Texte)/Peter Achilles (Bilder)


Beziehungsende

Es mischt sich
Wut mit Trauer,
Erleichterung mit Wehmut,
Stärke mit Verletzlichkeit.

Die innere Stimme
mal laut mal leise,
der Abstand
mal größer mal kleiner.

 
Die Erinnerung steckt in so vielem,
in Erlebten und Unerlebten,
in Wünschen und Träumen.

Und trotzdem fühle ich,
wie ich wieder ich selbst werde,
nicht mehr von der Last und den Sorgen
des Anderen erdrückt. 


 

Mittendrin

 
Mauern – hoch gebaut
Gräben -  tief gezogen
Hecken – wehrhaft gewachsen.

Mittendrin sitzt du
wartest, verbirgst dich,
verpasst das Leben.

Tore – geöffnet
Brücken – gebaut
Hecken – geschnitten.

Mittendrin sitzt du
zögernd noch
mutig lächelnd
bereit  zum Leben.



Nur für mich – 

ein heller Stern
am nachtschwarzen Horizont,
hab mich oft dorthin gewünscht,
wurde mir das Leben zuviel,
drückte mich die Last der Verantwortung!
 
Nur weg aus dieser Welt
nichts mehr denken,
nicht mehr sorgen,
alles den Anderen überlassen!

Doch wuchsen  mir keine Flügel,
bin immer noch auf der Erde,
stelle mich dem  Leben,
jeden Tag neu
und immer wieder!


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  © copyright 2005 by Jane Visconti
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